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BIOGRAPHIE
Die
frühen 90er Jahre bescherten uns abgedrehten Indiesound mit
Slacker-Feel. Grifters, Smog oder Pavement fütterten ungestimmte
Gitarren mit ungeschminkten Gefühlen. Daran hatte Oliver
Obert schon seit Jahren gedacht und gewerkelt, nur: Die Zeit war
nicht reif. 1993 schien der Moment gekommen. Obert setzte sich
an Gitarre, Bass und Schlagzeug und holte sich bei Roland Saum
Saitenverstärkung.
Take off! 1994 legten SPORTSGUITAR einen glamurösen Start
hin. Drei Monate nach der schweizer Veröffentlichung des
Debüts Fade/Cliché erreichte der Ruf des legendären
Grunge-Labels Subpop aus Seattle die Band. Man erinnere sich an
Labelmates wie Nirvana oder Afghan Wigs! Subpop veröffentlichten
zwei Perlen (GongGong b/w Tits) des Erstlings auf einer 7"
Single.
Die Szene lobte. Die Presse tobte. Sportsguitar blieben cool und
tourten durch die USA: 30 Shows in 31 Tagen. 1996 erschien Married,
3 Kids. Auf der zweiten USA-Tournee bedrängten Major- und
Minor-A&R's Sportsguitar. Zeit für einen saftigen Deal
also. Warner und Island zeigte man die kalte Schulter. Sportsguitar
entschieden sich für einen weltweiten Deal mit Matador.
Inzwischen holte Japan gewaltig auf. Sony Japan nahm Sportsguitar
unter Vertrag. 1998 erschien das dritte Album Happy Already bei
Matador US, Matador UK, Sony Japan und Tudor/Glow. Es folgten
60 Shows anlässlich zweier USA-Tourneen. In Tokio konnte
man Sportsguitar drei mal live erleben. Auch in Europa tat sich
nun einiges. SPORTSGUITAR tourten durchs Festland und verbuchten
grosse Erfolge in Skandinavien und an Festivals (Roskilde, Midem,
Popkom).
1999 kühlte sich das Popbusiness ab. Der Deal Matador/Warner
zerbrach. Matador setzte ihren halben Katalog auf die Strasse.
Davon blieben auch Sportsguitar nicht verschont. 2000 überraschte
SPORTSGUITAR, nun wieder auf sich selbst gestellt, mit eher rockigen
Tönen. Auf Surface, sowohl in der Schweiz wie in Japan erschienen,
liebäugelten SPORTSGUITAR auf ironische Art mit dem Mainstream.
Ende 2003 erscheint Album Nummer fünf, Cicadas' Chirping.
Nach einem wilden Start vor zehn Jahren und einer Zeit im luftleeren
Raum finden SPORTSGUITAR wieder zu ihrem unverkennbaren Sound.
Und zu Hypecity, einem aufstrebenden europäischen Label.
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